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der Projektorganisation Digitalfunk BOS Brandenburg

Eines der derzeit größten technischen Modernisierungsvorhaben in Deutschland befindet sich in der Umsetzungsphase: Die Einführung des Digitalfunks für alle Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).
Damit wird es ein bundesweit einheitliches Funknetz für alle Rettungs- und Sicherheitskräfte geben und die bestehenden, voneinander unabhängigen Analogfunknetze werden abgelöst.
Deutschlandweiter Aufbau des Digitalfunknetzes
Das BOS-Digitalfunknetz für Deutschland setzt sich im Wesentlichen aus ca. 4.300 - 4.500 Basisstationen sowie 64 Kernnetzstandorten (Vermittlungsstellen, Transitvermittlungsstellen, Netzverwaltungszentren) zusammen. In den Netzverwaltungszentren des BOS-Digitalfunknetzes – in Berlin und Hannover – überwachen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die technische Funktionsfähigkeit der bereits vorhandenen Netzteile. Von insgesamt ca 4.300 - 4.500 Basisstationen sind zum 31. Oktober 2011 insgesamt 2.443 aufgebaute Basisstationen mit Systemtechnik ausgestattet (installiert) und 1.402 Basisstationen in das BOS-Digitalfunknetz integriert. In das Kernnetz sind neben den beiden Netzverwaltungszentren bereits 43 Vermittlungsstellen eingebunden. Insgesamt wird das Kernnetz voraussichtlich Mitte 2012 fertiggestellt sein (Stand Januar 2012). .
Da der deutschlandweite Aufbau des Netzes in Form von 45 Netzabschnitten sukzessive erfolgt, kann in einigen Regionen der Digitalfunk BOS bereits genutzt werden, während die Funkinfrastruktur an anderer Stelle gerade erst errichtet wird. Nach Abschluss des Aufbaus eines Netzabschnittes wird dieser in den „erweiterten Probebetrieb“ übernommen. Diese Phase dient der Erprobung der bereitgestellten Technik und Feinabstimmung aller Beteiligten, d.h. der Unternehmen, Nutzer und der staatlichen Stellen. So profitieren Polizei, Retter und Helfer in zahlreichen Gebieten Deutschlands bereits heute von den Stärken des Digitalfunks BOS und setzen die neue digitale Funktechnik parallel zur herkömmlichen analogen Technik in immer mehr Regionen Deutschlands im Probebetrieb ein.
Das BOS-Digitalfunknetz ist mittlerweile zum Beispiel in Berlin, Hamburg, Bremen, Leipzig, München sowie in den Regionen Lüneburg, Trier, Oldenburg (in Niedersachsen), Schleswig-Holstein West und dem östlichen Landesteil Baden-Württembergs funktionsfähig und verfügbar. Die Zahl der Teilnehmer am Netzbetrieb des Digitalfunks BOS steigt kontinuierlich. Ende Oktober 2011 waren über 100.000 Teilnehmer im Netz registriert.
Einführung des Digitalfunks im Land Brandenburg
Die Projektgruppe Digitalfunk BOS Brandenburg ist zuständig für die Vorbereitung, Implementierung und Inbetriebnahme des Digitalfunks für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Land Brandenburg.
Dazu arbeitet sie mit der Bundesanstalt für den Digitalfunk der BOS (BDBOS), mit Projektgruppen der anderen Bundesländer sowie mit den Brandenburger BOS zusammen.
Weitere Informationen zur Projektstruktur und Aufgaben der Projektorganisation lesen Sie auf dieser Internetseite.
Für das Land Brandenburg sind bereits etwa 85 Prozent der notwendigen Funkstandorte baulich fertig gestellt. Im Berliner Kragennetz (Autobahnring A 10) befinden sich nahezu alle Standorte im Testbetrieb. Dies erfolgte aus einsatztaktischen Gründen, um den Berliner Einsatzkräften über die Berliner Stadtgrenze hinaus die mobile Kommunikation mit Digitalfunk zu ermöglichen.
Die Projektarbeit zur Einführung des Digitalfunks im Land Brandenburg ist im Jahr 2012 insbesondere vom Aufbau und der Vernetzung weiterer Basisstationen und sonstiger Netzelemente geprägt.
Über den jeweils aktuellen Sachstand werden wir Sie auf unserer Internetseite informiert halten und freuen uns auf interessierte Leser.
- Redaktionsteam der Projektorganisation Digitalfunk BOS Brandenburg -