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Häufig gestellte Fragen und Antworten

Was ist BOS-Digitalfunk und wofür wird er benötigt?
Was sind die Vorteile des BOS-Digitalfunks?
Was ist ein BOS-Digitalfunk-Standort?
Wann ist der Netzaufbau in Brandenburg abgeschlossen?
Wieviele Masten sind notwendig?
Gibt es gesundheitliche Auswirkungen durch das neue Funknetz?
Welche Größe werden die Masten haben?
Wer nutzt die BOS-Funkmasten?
Was sind die Meilensteine in der BOS-Digitalfunk-Geschichte?


Was ist BOS-Digitalfunk und wofür wird er benötigt?

BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, also Polizei von Bund und Ländern, Feuerwehren, Rettungsdienste, Katastrophenschutz, Hilfsorganisationen, Zollbehörden, Verfassungsschutzorganisationen u.s.w..
Der BOS-Digitalfunk wird den veralteten BOS-Analogfunk ablösen und ist bundesweit einheitlich.
Der Digitalfunk modernisiert die mobile Kommunikation der BOS bei der Erfüllung ihrer Aufgaben und erzielt eine bessere Flächenabdeckung bzw. Verfügbarkeit (siehe auch Vorteile des Digitalfunks). Die BOS erbringen ihre Arbeit regelmäßig direkt bei den Bürgern vor Ort. Eine bessere mobile Kommunikation für die BOS bedeutet für die Bürgerinnen und Bürger eine noch bessere, schnelle und verlässliche Dienstleistung im Alltag und in Notfallsituationen.

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Was sind die Vorteile des BOS-Digitalfunks?

  • Alle BOS kommunizieren in einem Netz - bundesweit, einheitlich, sicher
  • Hohe Verfügbarkeit und bessere Flächenabdeckung
  • Verschlüsselung - damit Abhörsicherheit des Funkverkehrs
  • Optimale Ausnutzung des Netzes durch gemeinsame Verwendung der zur Verfügung stehenden Frequenzen
  • Optimierter Informationsfluß durch flexible Bildung effektiver und der Einsatzlage angepasster, organisationsübergreifender Kommunikationsstrukturen
  • Sehr gute Sprachübertragung ohne störende Nebengeräusche (z.B. Straßenlärm, Fahrzeug- und Maschinenlärm am Einsatzort etc. werden herausgefiltert)
  • Möglichkeit der Übertragung von Daten/Kurznachrichten (z.B. Einsatzinformationen/Vitalparameter von Patienten)
  • Kürzere Reaktionszeiten durch automatische Positionsermittlung der Einsatzmittel (GPS)
  • Notruffunktion (Notruftaste) mit höchster Priorität gegenüber sonstigem Funkverkehr

 

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Was ist ein BOS-Digitalfunk-Standort?

Ein BOS-Digitalfunk-Standort besteht aus einem Funkmast (oder einem hohen Gebäude) mit Antennenanlage und einer Funkanlage. Technisch spricht man von einer Basisstation, über die eine regionale Funkzelle mit einem Radius von mehreren Kilometern betrieben wird. Diese regionalen Funkzellen werden wie Telefon-Ortsnetze über Leitungen zu einem Netz verknüpft und ermöglichen so eine landesweite und unabhängige Funkkommunikation für die BOS.

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Wann ist der Netzaufbau im Land Brandenburg abgeschlossen?

Alle für den Digitalfunk der BOS im Land Brandenburg notwendigen Funkstandorte sind baulich fertig gestellt, mit Systemtechnik ausgestattet und in das Gesamtnetz integriert.

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Wieviele Funkstandorte sind notwendig?

139 Funkstandorte wurden für den gemeinsamen Digitalfunk der Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste in Brandenburg errichtet - bundesweit werden es insgesamt bis zu 4.500 Funkstandorte sein.

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Gibt es gesundheitliche Auswirkungen durch das neue Funknetz?

In der 26. Bundesimmissionsschutzverordnung (BImSchV) sind u.a. die Grenzwerte für den Betrieb von Funkanlagen festgelegt. Der Ausgangspunkt für die Festlegung von Grenzwerten ist die biologische Wirkungsschwelle für unmittelbar im Gewebe wirksame physikalische Einflußgrößen. Die Wirkungsschwelle wird als spezifische Absorptionsrate (SAR) in 4 Watt/kg Körpergewicht angegeben. Der Grenzwert für elektromagnetische Felder, so auch von Basisstationen, beträgt 0,08 Watt/kg und liegt damit etwa um das 50-fache unterhalb der Wirkungsschwelle.
Die Messung des Basisgrenzwertes (SAR-Wert) ist sehr aufwendig, da dieser innerhalb des Körpers gilt. Daher hat die Forschung abgeleitete Grenzwerte ermittelt, die für das Feld außerhalb des Körpers - im freien Raum - gelten (z.B. elektrische Feldstärke in V/m - Grenzwert für Bündelfunk beträgt 27,5 V/m). Bei dem Betrieb einer BOS-Digitalfunk-Sendeanlage wird der Grenzwert bereits in wenigen Metern Abstand vom Funkstandort um ein Vielfaches unterschritten (siehe auch Menüpunkt Umwelt & Gesundheit > Grenzwerte).

Nach Inkrafttreten der 26. BImSchV hat die deutsche Strahlenschutzkommission (SSK) im Jahr 2001 auf Veranlassung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) geprüft, ob und inwieweit sich der wissenschaftliche Kenntnisstand über die Wirkungen elektromagnetischer Felder inzwischen verändert hat. Dabei stellte die SSK fest, dass die geltenden Grenzwerte nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand die Bevölkerung vor nachgewiesenen Gesundheitsgefahren ausreichend schützen.
Nationale und internationale Forschungsergebnisse aus jüngerer Vergangenheit stehen dieser Bewertung nicht entgegen.

Alle BOS-Standorte verfügen über eine Standortgenehmigung der Bundesnetzagentur. Damit wird insbesondere die Einhaltung bzw. Unterschreitung der gesetzlichen Grenzwerte bezüglich der Funkstrahlung bestätigt und der Schutz der Bürgerinnen und Bürger auf Grundlage aktueller Erkenntnisse zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Funksendern auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Die Funkstandorte dürfen dann - wie auch die der Mobilfunkbetreiber -  im Rahmen der gesicherten Anforderungen und Grenzwerte - innerhalb von besiedelten Gebieten errichtet werden. Für den Digitalfunk der BOS gibt es keine abweichenden Sonderregelungen.

Die Bundesnetzagentur betreibt eine Datenbank, in der ortsfeste Funkanlagen und Messreihen online recherchiert werden können (Link: http://emf2.bundesnetzagentur.de).

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Welche Größe haben die Masten?

Im Land Brandenburg beträgt die Masthöhe regelmäßig etwa 50 Meter.

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Wer nutzt die BOS-Funkmasten?

Die Funkmasten werden von den Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) genutzt.
Sofern diese Nutzung nicht beeinträchtigt wird, ist auch eine Mitnutzung, beispielsweise zur Waldbrandfrüherkennung oder Breitbandversorgung im ländlichen Raum möglich.

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Was sind die Meilensteine in der BOS-Digitalfunk-Geschichte?

  • 90er Jahre Entwicklung des TETRA-Standards (Bündelfunk)
  • 2003 Entscheidung über Schaffung der Voraussetzungen für die schrittweise Einführung des bundeseinheitlichen Digitalfunks zur Ablösung des Analogfunks durch die Ministerpräsidenten und den Bundeskanzler
  • 2004 Dachvereinbarung von Bund und Ländern über die Einführung eines bundesweit einheitlichen Digitalfunknetzes und Erarbeitung der technischen Standards und Anforderungen (Versorgungsgrade) durch die GAN (Gruppe „Anforderungen an das Netz“)
  • 2006 Auftrag zur Lieferung der (Funk-) Systemtechnik an die Firma EADS
  • 2007 Verwaltungsabkommen zwischen Bund und Ländern zur bundesweit einheitlichen Einführung des BOS-Digitalfunks
  • 2007 Gründung der Bundesanstalt für Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) mit Sitz in Berlin
  • 2008 Beginn des Netzaufbaus im Land Brandenburg
  • 2009 Beginn Testbetrieb einzelner Teilnetze
  • 2015 Einrichtung der Autorisierten Stelle Digitalfunk Brandenburg

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Anrufgruppe Digitalfunk:
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(Rufname TETRA Brandenburg)